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Willkommen bei der Kulturstiftung des Kantons Thurgau

Die Kulturstiftung leistet finanzielle Beiträge an Projekte mit Thurgauer Bezug, die sie nach Möglichkeit begleitet und in administrativen und organisatorischen Belangen unterstützt. Sie bietet aber auch Beratung in künstlerischen Fragen und hilft, Projektideen zu konkretisieren und umzusetzen. Wo sie Handlungsbedarf feststellt oder Chancen erkennt, initiiert und realisiert die Stiftung auch eigene Projekte.

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Die Geschäftsstelle der Kulturstiftung ist bis auf Weiteres im Homeoffice.
Sie erreichen uns per E-Mail unter info@kulturstiftung.ch.

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Recherche-Stipendien 2021

Aus der Not geboren, lancierte die Kulturstiftung während des Lockdowns 2020 erstmals Recherche-Stipendien als Förderinstrument, um Kulturschaffenden während der Pandemie neue Arbeitsmöglichkeiten zu eröffnen. Nicht nur bei Kulturschaffenden stiess dies auf positive Resonanz, auch die Politik erkannte das Potenzial des neuen Förderinstruments. Ende November 2020 beschloss der Regierungsrat des Kantons Thurgau der Kulturstiftung für das neue Jahr eine Unterstützung für vierzig Recherche-Stipendien in der Höhe von je 6'000 Franken zur Verfügung zu stellen. Auf die Ausschreibung Anfang Jahr gingen dreiundneunzig Bewerbungen ein. Ein breites Spektrum an kulturellem Schaffen wurde an den Einsendungen sichtbar, sodass die Jury bestehend aus den Stiftungsrätinnen Esther Eppstein und Rebecca C. Schnyder, dem Stiftungsrat Oliver Roth sowie Gabriela Steiger und Stefan Wagner von der Geschäftsstelle der Kulturstiftung umfangreiche Sichtungsarbeit zu leisten und die Wahl zu treffen hatten.

Die Bewerbungen überraschten wie im letzten Jahr mit teilweise sehr erfrischenden Ansätzen und zeichneten sich durch spannende und neue Recherchevorhaben aus. Aber nicht nur neue Ansätze von sehr jungen Kulturschaffenden berücksichtigte die Jury, sondern auch von Kulturschaffenden, die bereits über ein umfangreiches Werk verfügen und mit dem Recherche-Stipendium neue Formate bearbeiten.

Die renommierte Malerin Rachel Lumsden verfasst ein Manifest zu ihrer Malerei, ein paradigmatischer Ansatz über ihre Kunst und den Kunstbetrieb nachzudenken. Der Künstler und Musiker Tobias Ruetschi, der seine künstlerische Laufbahn im Umfeld des KAFF in Frauenfeld begann, geht dem Gefühl der Nostalgie nach. Er schreibt «Nostalgie wird vom Unbehagen und Missfallen an der Gegenwart ausgelöst und erzeugt eine Sehnsucht an eine romantisierte Vorstellung der Vergangenheit, den vermeintlich „besseren Zeiten» Die Tänzerin Linda Heller erforscht die Spuren ihrer Sozialisierung, indem sie ihre eigenen Bewegungen analysiert und damit die Geschlechteridentität im Tanz fassbar machen will. Die in Amriswil aufgewachsene und in Winterthur lebende Künstlerin Thi My Lien Nguyen hat sich bereits einen Namen erarbeitet, indem sie mit ihrem «Supperclub» ihre vietnamesische Herkunft thematisierte. Nun will sie Personen mit diasporischen Erfahrungen in Workshops und Performances zusammenbringen. Mit Gabriel Mazenauer erhält eine Bildhauerpersönlichkeit aus dem Thurgau ein Stipendium, um das Medium Radierung auszuloten und damit seinem bildhauerischen Werk eine weitere Facette hinzuzufügen. Nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge die vierzig nominierten Stipendiatinnen und Stipendiaten 2021:

Ariane Andereggen (Theater), Max Bottini (Bildende Kunst), Karin Bürki (Bildende Kunst), Alessio Cazzetta, (Musik), Brigitte Fässler (Bildende Kunst), Gisa Frank (Tanz), Daniel Gallmann (Bildende Kunst), Roger Greipl (Musik), Linda Heller (Tanz), Christian Herzog (Bildende Kunst), Joel Introvigne (Bildende Kunst), Carole Isler (Bildende Kunst), Peter Kamm (Bildende Kunst), Simone Keller (Musik), Ute Klein (Bildende Kunst), Susan Kopp (Bildende Kunst), Rahel Kraft (Musik), Tanja Kummer (Literatur), Thi My Lien Nguyen (Bildende Kunst), Rachel Lumsden (Bildende Kunst), Gabriel Mazenauer (Bildende Kunst), Patrik Muchenbeck (Bildende Kunst), Reto Müller (Bildende Kunst), David Naegeli (Musik), Noce Noseda (Theater), Cheyenne Oswald (Bildende Kunst), Margrit Proske (Theater), Marion Regenscheit (Literatur), Florian Rexer (Theater), Tobias Ruetschi (Bildende Kunst), Vincent Scarth (Bildende Kunst), Meinrad Schade (Bildende Kunst), Diana Schönholzer (Tanz), Vida Sprenger (Bildende Kunst), Tabea Steiner (Literatur), Momo Fabienne Tanner (Tanz), Léa Thomen (Tanz), Mirjam Wanner (Bildende Kunst), Herbert Weber (Bildende Kunst), Alexej Wirth (Musik).

Herzliche Gratulation!

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Paradoxical Creatures

Wir freuen uns, dass die Ausgabe unseres Künsterlinnenbuchs Facetten von Rahel Kraft für Die Schönsten Schweizer Bücher nominiert wurde. "Paradoxical Creatures" enthält Beiträge von Rahel Kraft, Gioia Dal Molin und David Toop und ist bei Jungle Books erschienen. Ein grosses Dankeschön den Beteiligten und den Graphic Designern Larissa Kasper und Rosario Florio sowie Samuel Bänziger.

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Ratartouille – Drei Bewerbungen sind noch im Rennen

Man muss festhalten: Die Spannung steigt. Die zweite Runde der Ausschreibung für das Mehrspartenfestival Ratartouille ist eröffnet. Drei von siebzehn Bewerbungen hat die Jury in der Sitzung vom 18. März 2021 nominieren dürfen. Sehr zur Freude des Juryteams war die Wahl nicht einfach und bedurfte intensiver Diskussion. Die eingegangenen Bewerbungen überraschten einerseits durch neue Blickwinkel, anderseits fanden sich unter den Eingaben differenzierte und spannende Projekte. Folgende Bewerbungen gehen nun in die zweite Runde:

Abschlussball Mosterei Egnach

Das Projekt «Abschlussball Mosterei Egnach» wandelt die ehemalige Mosterei Egnach in ein temporäres Kulturzentrum um. Im Frühling 2022 werden Kunstinstallationen, verschiedene Veranstaltungen sowie ein gastronomisches Angebot einen Ort auf dem «Land» mit Kultur bespielen. Ein kompetentes Team unter anderem mit dem Galeristen Adrian Bleisch, dem Musikwissenschaftler Andrin Uetz, dem Projektleiter und Initiator des Projekts Egnach 3000 Pascal Leuthold ist in den Startblöcken.

Promenaden

Das Format „Promenaden“ mit dem Kunstraum Kreuzlingen als Trägerschaft erfindet in wechselnder Konstellation Formate, Veranstaltungen, Ausflüge und Besuche durch den kulturellen Thurgau für ein generationendurchmischtes Publikum. Initianten sind die beiden Künstler und Betreiber des Kunstraums Kreuzlingen Richard Tisserand und Reto Müller.

Thurgau 9’000 (AT)

»Zweimal 10 Tage brennt der Thurgau, dazwischen wird Feuerholz gesammelt«. Mit diesem eigenwilligen Satz kündigt sich ein Festival von jeweils zehn Tagen im Thurgau an. Verschiedene Akteure und Disziplinen – bekannte und unbekannte – denken über aktuelle gesellschaftliche Themen nach. Initiiert und eingereicht wurde das Projekt von der im Thurgau aufgewachsene Künstlerin und Kunstvermittlerin Christine Müller-Stalder sowie dem Kulturwissenschaftler und Filmfestivalprogrammierer Thomas Studer.

Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des Stiftungsrats Esther Eppstein, Rebecca C. Schnyder und Oliver Roth, dem Beauftragten der Kulturstiftung Stefan Wagner sowie der externen Expertin und Kulturwissenschaftlerin Theres Inauen, war beeindruckt von dem Potenzial der ausgewählten Projekte.

Ende Juni werden die weiter ausgearbeiteten Bewerbungen auf der Website der Kulturstiftung veröffentlicht. Am Freitag, 2. Juli 2021, führt die Kulturstiftung eine Wahlveranstaltung durch, bei der das Publikum über die veröffentlichten Bewerbungen entscheiden kann. An der Publikumswahl können alle Interessierten teilnehmen und verfügen über je eine Stimme. Über Ort und Zeit der Veranstaltung informiert die Kulturstiftung rechtzeitig.

Weitere Informationen zu Ratartouille sind auf der Website der Kulturstiftung zu finden. Bei Fragen steht Ihnen der Beauftragte Stefan Wagner (stefan.wagner@kulturstiftung.ch) zur Verfügung.

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Atlelier Belgrad

Die Kulturstiftung freut sich die nächsten Stipendiatinnen für das Atelier in Belgrad bekannt geben zu können.

Für das Stipendium im Herbst 2021 wählte die Jury Anna von Siebenthal (*1995), eine im Thurgau (Wagenhausen) wohnhafte Künstlerin/Kunstvermittlerin, die seit 2020 den Kunstraum Projekt Salenstein betreibt. Die Jury erkannte in Anna von Siebenthals Bewerbung ein Potenzial für den Thurgau, da die Künstlerin/Kunstvermittlerin bereits in Luzern, wo sie studierte, in verschiedenen kulturellen Netzwerken tätig war.

Für das Stipendium im Frühling 2021 nominierte die Jury Lina Maria Sommer (*1994), die in diesem Jahr bereits finanzielle Unterstützung durch die Kulturstiftung erhielt. Überzeugend wirkte auf die Jury insbesondere der interdisziplinäre Ansatz in Lina Maria Sommers Werk, Lyrik mit Malerei zu kombinieren. Gerade solche Mischungen will die Kulturstiftung in den nächsten Jahren mit dem Mehrspartenformat fördern. Lina Maria Sommer wohnt in Zürich und Weiern, wo sie auch ihr Atelier betreibt.

Herzliche Gratulation!

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Informationen zu Covid-19-Massnahmen


Das Kulturamt des Kantons Thurgau teilt mit:

Dank der Änderung des COVID-19-Gesetzes vom 20. März 2021 können auch Freischaffende aus dem Kulturbereich rückwirkend ab dem 1. November 2020 Ausfallentschädigung beantragen. Voraussetzung dafür ist, dass sie mindestens zu 50% als Kulturschaffende tätig sind, zudem seit 2018 insgesamt mindestens vier befristete Anstellungen bei insgesamt mindestens zwei verschiedenen Arbeitgebern aus dem Kulturbereich nachweisen können.


Weitere Infos sowie Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus im Kultursektor sind zu finden auf der Website des Kulturamts des Kantons Thurgau

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