Home

Willkommen bei der Kulturstiftung des Kantons Thurgau

Die Kulturstiftung leistet finanzielle Beiträge an Projekte mit Thurgauer Bezug, die sie nach Möglichkeit begleitet und in administrativen und organisatorischen Belangen unterstützt. Sie bietet aber auch Beratung in künstlerischen Fragen und hilft, Projektideen zu konkretisieren und umzusetzen. Wo sie Handlungsbedarf feststellt oder Chancen erkennt, initiiert und realisiert die Stiftung auch eigene Projekte.

_____________________

NEWS NEWS NEWS

_____________________

30 x 6 = 2021

«Den Mangel als Chance begreifen», schreibt der Dramaturg und Journalist Peter Rüedi in einem Manuskript zur künftigen Kulturpolitik für den Kanton Thurgau, welches im Archiv der Kulturstiftung des Kantons Thurgau liegt. Rüedi war vor rund 30 Jahren konstituierendes Stiftungsratsmitglied und das undatiert gebliebene Manuskript zeigt, in welchem Spannungsfeld sich eine Kulturförderung im Thurgau bewegte, das geographisch und kulturell zwischen den Metropolen Zürich und Stuttgart und den städtischen Zentren Konstanz, Schaffhausen, St. Gallen und Winterthur liegt.

Die Kulturstiftung war bei der Gründung beinahe ein Herrengremium, sieben der neun Mitglieder waren Männer. Heute präsidiert Renate Bruggmann die Kulturstiftung und die Frauen haben die Mehrheit im Stiftungsrat übernommen. Die Kulturstiftung bewegt sich, auch wenn dies oft nicht so wahrgenommen wird. Kulturförderung geschieht nicht im luftleeren Raum, sie ist Teil der Gesellschaft mit allen Widersprüchen und Veränderungen. Diesem Kontext Rechnung zu tragen ist die Herausforderung, der sich die Kulturstiftung des Kantons Thurgau stellen muss.

Dreissig Jahre wären Grund genug für eine Festschrift gewesen, doch die Kulturstiftung wählte einen neuen Weg: «30 x 6 = 2021» bringt die Vergangenheit in die Gegenwart, dreissig Jahre mit sechs Gästen und Start im Jahr 2021. Das Jubiläum ist Rückblick und Ausblick zugleich. Es treten Kulturschaffende aus dem Thurgau auf, die in der Vergangenheit durch die Kulturstiftung gefördert wurden oder diese auch mitprägten. Damit bewegt sich die Vergangenheit in der Gegenwart und es darf durchaus spekuliert werden, was die Kultur im Thurgau in Zukunft bewegt.

_____

PROGRAMM 30 x 6 = 2021

_____

Zwei Leserundgänge

mit dem Autor Usama Al Shahmani

Mittwoch, 25. August 2021, 18 Uhr

und

Samstag 28.August 2021, 7 Uhr

Ort: Kulturstiftung des Kantons Thurgau, Lindenstrasse 12, 8500 Frauenfeld

Der Autor Usama Al Shahamani lädt zum zweistündigen Rundgang. Jede:r Teilnehmer:in erhält ein Headset, Usama Al Shahamani wird auf dem Rundgang passende Texte lesen.

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Versicherung ist Aufgabe der Teilnehmenden. Teilnehmer:innenzahl beschränkt. Bitte Anmeldung auf jubilaeum@kulturstiftung.ch

_____

Branches + Dots

Ausstellung Rahel Müller

24. September – 14. Oktober 2021

Eröffnung Freitag 24.9., 16-19 Uhr, Begrüssung und Einführung um 18 Uhr

Frauenfelder Kulturtage Samstag/Sonntag 25. u. 26.9., geöffnet von 12-17 Uhr

Öffnungszeiten 29.9.-14.10, Mittwoch und Donnerstag, 14-19 Uhr

Ort: Kulturstiftung des Kantons Thurgau, Lindenstrasse 12, 8500 Frauenfeld

Die Künslerin Rahel Müller verwandelt die Geschäftsstelle der Kulturstiftung in einen Ausstellungsraum. Sie wird Malereien und eine Installation zeigen. Rahel Müllers Werk zeichnet sich durch einen poetischen Umgang mit Licht und Farbe aus, feinste Lichtänderungen geben neue Blicke auf das Werk frei.

_____

Ruhestörung

Das Kukuruz Quartett (Philip Bartels, Duri Collenberg, Vera Kappeler (Gast), Simone Keller) spielt Julius Eastman

Freitag, 22. Oktober 2021, 19 Uhr (Türöffnung 18:30 Uhr)

Ort: Staatsarchiv des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 221, 8500 Frauenfeld

Das Kukuruz-Qartett schreibt zu ihrem Beitrag: "Im Lesesaal des Thurgauer Staatsarchivs wird normalerweise still gearbeitet. Am 22. Oktober wird für einmal das genaue Gegenteil passieren: Gleich vier Klaviere werden angeliefert, um die wuchtigen Klangskulpturen, die der Afroamerikanische Komponist Julius Eastman 1979 komponierte, dem Publikum zu Gehör zu bringen. Dass diese spektakuläre Musik nicht häufig live zu hören ist, liegt nicht nur daran, dass der logistische Aufwand mit den vier Klavieren eher gross ist, sondern vor allem, weil sie allen alles abverlangt – den Instrumenten, den Interpretinnen und Interpreten und nicht zuletzt dem Publikum. Dass wir überhaupt noch im Besitz von Eastmans Handschriften sind, ist allerdings einer leidenschaftlichen Archivarin zu verdanken: Der Komponistin Mary Jane Leach, die diese über Jahrzehnte aufbewahrte, katalogisierte und der Öffentlichkeit zu- gänglich machte – Jahrzehnte, in denen der radikale Pionier der Minimal-Music komplett vergessen war. Dass diese bahnbrechenden und kompromisslosen Kom- positionen so lange unbeachtet blieben, hat zweifellos mit der Aussenseiter-Position eines schwarzen Komponisten in der kanonisierten Neue-Musik-Welt im New York des 20. Jahrhunderts zu tun. Ein Umstand, der noch lange nicht aufgearbeitet ist und der nicht nur zeigt, wie weit der Weg ist, der noch zu gehen ist, sondern auch klarmacht, wie viele ungehobene Schätze noch in den Archiven dieser Welt liegen."

Programm:

Julius Eastman (1940 – 1990): «Evil N****r» (1979), 22 min. und «Gay Guerrilla» (1979), 30 min.

Das Konzert ist kostenlos. Zutritt nur mit einem gültigen COVID-Zertifikat. Keine Reservation möglich, Platzzahl beschränkt.

_____

Applaus

Animation von Michael Frei und Mario von Rickenbach

Eröffnung Mittwoch, 24. November 2021, 18 Uhr

Ort: Kulturstiftung des Kantons Thurgau, Lindenstrasse 12, 8500 Frauenfeld

Wir alle brauchen ihn! Der Applaus ist gerade für Kulturschaffende ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Der im Thurgau aufgewachsene Game Designer und Medienkünstler Michael Frei hat in Zusammenarbeit mit Mario von Rickenbach eine humorvolle Animation geschaffen, die am Mittwoch 1. Dezember eingeweiht wird.

_____

Bridges Over Troubled Bubbles

Über die Spaltung der Gesellschaft und wie wir das vielleicht wieder hinbekommen können

Michael Lünstroth und Samantha Zaugg

Mittwoch, 23. Februar 2022, 19 Uhr

Ort: Kulturzentrum Kult-X, Hafenstrasse 8, 8280 Kreuzlingen

Corona, Konzernverantwortungsinitiative, US-Wahl - viele Themen in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass die gesellschaftliche Spaltung stark vorangeschritten ist. Parallelwelten laufen nebeneinander, jeder lebt in seiner eigenen Bubble und der Gemeinsinn bleibt auf der Strecke. Worüber soll man auch diskutieren, wenn nicht mal klar ist, dass man zwar eine eigene Meinung, aber keine eigenen Fakten haben kann?

Die Frage ist: Wie kommen wir da wieder raus? Und wie lernen wir wieder mit verschiedenen Meinungen und Ansichten auszukommen? Wir konnten das nämlich mal ganz gut. In der Schule. Oft sehr bunt zusammengewürfelte junge Menschen raufen sich hier über die Jahre zu einer Gemeinschaft zusammen. Manche mag man mehr, andere weniger. Manche Bekanntschaft hätte man ohne Schule nie gemacht.

Schule als Ort von Diversität, Vielfalt und heterogener Gemeinschaft - hier setzt das Fotoprojekt der Frauenfelder Regisseurin und Journalistin Samantha Zaugg an. Ausgehend von einem alten Klassenfoto aus ihrer Primarschulzeit begibt sie sich auf die Suche nach ihren SchulfreundInnen. Und versucht eine neuerliche Annäherung. In Text und Bild.

Klappt das, was damals so kinderleicht war, auch heute noch nach all den Jahren? Ist von der Nähe etwas übrig geblieben? Welchen Lebensweg haben die anderen genommen? Wie blicken sie heute auf das Leben? Und was könnte man aus dem Umgang mit verschiedenen Lebenswegen und -perspektiven für den gesellschaftlichen Diskurs lernen?

Darüber und auch über die Frage, welche Rolle Kultur in gesellschaftlichen Konflikten einnehmen kann, wollen wir im Anschluss diskutieren: Mit Menschen aus der Mitte des Lebens, mit PolitikerInnen und Kulturschaffenden. Kann Kultur im besten Sinne gesellschaftlicher Brückenbauer sein? Wenn ja, welche Art Kultur müsste das sein? Und wie kann Kulturpolitik dazu beitragen, solche integrativen Projekte zu stärken?

_____

Karriere?

Lilo Weber mit Gästen

Im März 2022

Ort: offen

Die Kritikerin Lilo Weber lädt Gäste aus dem Bereich zeitgenössicher Tanz zum Gespräch ein. Thema: Was ist eine Karriere?

_____________________



Praktikum Kulturförderung (50 %)

Die Kulturstiftung des Kantons Thurgau fördert und unterstützt das professionelle Kulturschaffen mit Bezug zum Kanton Thurgau. Als öffentlich-rechtliche Stiftung prägt sie seit dreissig Jahren in verschiedenster Weise das kulturelle Leben im Thurgau. Auf den 1. März 2022 schreibt die Kulturstiftung eine einjährige Praktikumsstelle (50 %) aus.

Der Aufgabenbereich umfasst die Mitarbeit in der Bearbeitung und Beurteilung von Gesuchen, Betreuung der Website und Social Media, Mitarbeit Kommunikation/Presse, Betreuung der bestehenden Förderformate sowie die Organisation und Betreuung von Veranstaltungen. Sie erhalten Einblick in Controlling und Buchhaltung einer Förderinstitution. Es besteht zudem die Möglichkeit ein eigenes Projekt in der Kulturförderung auszuarbeiten und zu lancieren.

Sie haben bereits Erfahrungen im Kulturbetrieb gesammelt, haben möglicherweise eine Ausbildung im Kulturbereich hinter sich und möchten Ihr Wissen und Erfahrungen in der Kulturförderung erweitern und professionalisieren. Wenn Sie selbstständiges Arbeiten gewohnt sind und gleichzeitig Teamarbeit schätzen, sich für das kulturelle Leben im Thurgau interessieren und bereit sind Veranstaltungen im Kanton zu besuchen, dann freuen wir uns von Ihnen zu hören. Hauptarbeitstage sind Dienstag bis Donnerstag. Wir bieten Ihnen einen angemessenen Lohn, fünf Wochen Ferien und einen Arbeitsplatz in Frauenfeld direkt am Bahnhof.

Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbung im PDF-Format (max. 2MB) bis zum 24. September 2021 auf info@kulturstiftung.ch. Die Bewerbungsgespräche finden am 12. Oktober 2021 statt. Stellenantritt ist der 1. März 2022.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte während unserer Öffnungszeiten telefonisch an die Geschäftsstelle, Frau Gabriela Steiger gibt Ihnen unter +41 52 202 29 19 gerne Auskunft.

FEINHEIT Grafik Zürich – CI/CD, Webdesign, Flash, Webshop, XHTML/CSS