Gesuchstellung

WEGLEITUNG FÜR GESUCHSTELLENDE

1. Was die Kulturstiftung unterstützt

Die Kulturstiftung des Kantons Thurgau fördert mit der Vergabe von Projekt- und Werkbeiträgen das professionelle zeitgenössische Kunst- und Kulturschaffen aus den Sparten Bildende Kunst, Architektur, Fotografie, Literatur, Musik, Theater und Tanz sowie interdisziplinär angelegte Vorhaben.

Unterstützt werden neue Projekte, die sich auszeichnen durch:

- künstlerische Qualität
- Eigenständigkeit und Aktualität der künstlerischen Arbeit
- Dringlichkeit und Relevanz im künstlerischen und gesellschaftlichen Kontext
- Ausstrahlung auf oder Engagement für das kulturelle Leben im Kanton Thurgau
- Förderung des Verständnisses von Gegenwartskultur

Voraussetzung für eine Unterstützung ist der konkrete Bezug zum Thurgau. Diesen erfüllt, wer:

- durch Werk und Tätigkeit das kulturelle Leben des Thurgaus aktiv oder ideell mitprägt.
- seinen Wohnsitz seit einiger Zeit im Kanton hat oder wesentliche Lebensabschnitte
(z.B. Jugend mit Schule und Ausbildung) hier verbracht hat.
- diesen Bezug durch die Thematik, den Produktions- oder Präsentationsort seines Projekts ausweisen kann.

Kulturschaffende mit Thurgauer Bezug können mit ihren Projekten auch national und international unterstützt werden;
Präsentationen im Kanton sind erwünscht.
Die spartenspezifischen Kriterien stehen unter ‚Download’ zum Herunterladen bereit.

2. Was die Kulturstiftung nicht unterstützt:

- Die Kulturstiftung übernimmt keine Infrastrukturkosten, vergibt keine Jahressubventionen und leistet in der
Regel keine unbefristet wiederkehrenden Beiträge.
- Die Kulturstiftung unterstützt keine Wettbewerbe oder wettbewerbsähnliche Projekte.
- Reine Gastspiele im Thurgau werden nur innerhalb von innovativen Festivals oder Veranstaltungsreihen unterstützt.
- Die Kulturstiftung richtet weder Beiträge an Aus- und Weiterbildung noch an Abschluss- und Diplomarbeiten aus.
- Projekte mit ungenügender Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit werden von der Kulturstiftung nicht
unterstützt.
- Reine Druckkostenbeiträge werden nicht gewährt.
- Eine Doppelfinanzierung durch Kulturstiftung und Kulturamt ist nicht möglich.

3. Gesuchsunterlagen

Gesuche müssen folgende Unterlagen und Informationen erhalten:

- vollständige Adressen der Gesuchstellenden
- Zusammenfassung aller für das Projekt relevanten Informationen auf einem Blatt
- ausführliche Projektbeschreibung mit Umsetzungs- und Präsentationskonzept
- Perspektiven über das Projekt hinaus
- Öffentlichkeits- und Vermittlungsarbeit
- Darlegung des Bezugs zum Thurgau
- Zeitplanung
- detaillierter Budget- und Finanzierungsplan
- Begleitschreiben mit Angabe der beantragten Summe
- Biografien
- Portfolio und Dokumentation früherer Arbeiten (z.B. DVD, Video, Bücher, CD) 



Bei Unklarheiten und für die Beantwortung von Fragen steht das Büro der Kulturstiftung gerne zur Verfügung.

4. Verfahren

4.1 Eintretensprüfung

Gesuche für Projektbeiträge sind per Post (ab CHF 7'000 in zweifacher Ausführung ) und elektronisch (zusammengefasst in einem PDF, max. 10MB) an die Geschäftsstelle zu richten.

Die Stiftung tritt auf das Gesuch ein, wenn

- es inhaltlich vollständig und termingerecht eingereicht wurde,
- das Vorhaben den entsprechenden Bezug zum Kanton Thurgau erfüllt (vgl. Punkt 1),
- kein Ausschlussgrund vorliegt (vgl. Punkt 2).

4.2 Qualitätsprüfung

Die Stiftung prüft, ob das künstlerische Vorhaben den unter Punkt 1 angegebenen Kriterien entspricht.

4.3 Zuständige Instanzen und Termine

Gesuche für Beiträge bis zu CHF 7'000 unterliegen dem Entscheid der Geschäftsstelle. Sie können laufend bis sechs Wochen vor Durchführung des Projektes eingereicht werden.

Anträge, die CHF 7'000 übersteigen, unterliegen dem Entscheid des Gesamtstiftungsrates und sind für das laufende Jahr an Eingabetermine gebunden. Für die Beurteilung der Gesuche werden ein internes und ein externes Gutachten beigezogen. Die Liste der externen ExpertInnen steht in der Rubrik ‚Downloads’ zum Herunterladen bereit.

Mitglieder des Stiftungsrates und Mitarbeitende der Geschäftsstelle können keine eigenen Gesuche einreichen. Auf Gesuche für Projekte, an denen sie wesentlich beteiligt sind, tritt der Stiftungsrat nicht ein. Gesuche, für die die Ausstandsregel gemäss § 7 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (vgl. VRG; RB 170.1; Geschäftsreglement der Kulturstiftung, Punkt 7) gelten, unterliegen dem Entscheid des Gesamtstiftungsrates.

Für alle Anträge über CHF 7’000 gelten nachfolgende Eingabetermine:

10. Dezember 2018 für die Sitzung vom 12. Februar 2019
28. Januar 2019 für die Sitzung vom 26. März 2019
13. März 2019 für die Sitzung vom 13. Mai 2019
02. Mai 2019 für die Sitzung vom 01. Juli 2019
02. Juli 2019 für die Sitzung vom 02.September 2019
30. August 2019 für die Sitzung vom 29. Oktober 2019

4.4 Eröffnung des Entscheides

Die Zusagen werden den Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller schriftlich mitgeteilt. Die Absagen erfolgen ohne schriftliche Begründung.

4.5 Pflichten der Beitragsempfängerinnen und Beitragsempfänger

Die Zusage von Beiträgen ist an die im Zusageschreiben formulierten Bedingungen gebunden.

4.6 Auszahlung

Die Stiftung überweist den Unterstützungsbeitrag nach einem positiven Entscheid bis zu einem Restbetrag, der 10 % der gesprochenen Summe entspricht. Der ausstehende Betrag wird nach der Prüfung des Schlussberichtes ausbezahlt. Der Schlussbericht (inkl. Abrechnung) ist spätestens 3 Monate nach Projektabschluss digital und in Papierform einzureichen. Wird die Auflage trotz schriftlicher Anmahnung nicht erfüllt, verfällt der noch offene Restbetrag nach Ablauf der in der Mahnung erwähnten Frist.

Stand: Januar 2019

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